Um euch die memorianischen Inseln einmal anschaulich zu machen, hier zunächst eine Karte mit allen größeren Inseln verzeichnet.
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Dies ist die kälteste aller 5 Hauptinseln. Das Land hier besteht aus vielen Felsen, manchmal auch Erde, in der sich Nadelwälder festgewurzelt haben. Ansonsten wachsen hier viel Heidekraut, Moos und Blaubeeren. Die Insel ist im Norden etwas höher, besteht aber nicht aus steilen und unbewachsenen Berggipfeln, das Grau wird oft vom Grün der Tannen und anderer Pflanzen überdeckt. Nur manchmal entdeckt man die kahlen Felsen, auf denen man sich im Sommer in der Sonne ausstrecken kann.

Quer durch Nordmemoria fließt der gewaltige Nordstorm mit vielen Stromschnellen oder gar Wasserfällen, die nicht ungefährlich sind. Erst wenn der Nordstrom schon fast am Meer angekommen wird, schlängelt er sich ruhiger durch die Nadelwälder, an kleinen Auen vorbei, lässt sich nicht von Felsen stören und mündet schließlich ins Meer.

Auf Nordmemoria gibt es zwei Unterkunftsmöglichkeiten früherer Clans: Im Norden der Insel befindet sich die Höhle des Gebirgeclans, die nur ein Teil eines großen Höhlensystems aus unterirdischen Tropfsteinhöhlen, Bärenhöhlen und Grotten ist. Wenn man in den Süden der Insel geht, findet man schließlich auf einer Lichtung am Nordstrom eine Hütte, in der zuvor der Flußclan lebte. Allerdings hat hier so lange niemand mehr gewohnt, dass die Hütte nun langsam in sich zusammen fällt.
Die raueste Insel aller 5 ist Ostmemoria. Das Wetter ist unberechenbar, oft fegt der Wind über das Land, aber er macht es auch fruchtbar. Wälder, ein paar Flüsschen, Seen und vor allem Moorland findet man hier. Dafür ist die Küste ein Wechsel von steilen Felsenküsten und feinen Stränden. Auf einer Landzunge auf der Westseite der Insel steht eine alter Turm, in dem der einzige Clan dieser Insel wohnt.
Ein kleiner, geheimer Ort birgt sich auch in der Felsenküste von Ostmemoria. Er wird die Muschelgrotte genannt und es ist eine unterirdische Grotte, in die man nur durch enge Felsspalte oder durchs Wasser kommt und die bei Flut voll Wasser ist. Dies ist der beste Platz, Meerjungfrauen zu treffen, aber seid vorsichtig, manchmal sind auch Grausenixen darunter!
Das Innenland besteht aus weiten Flächen von Moorland, manchmal sumpfig, manchmal gut für den Getreideanbau. In den kleinen Wäldchen findet sich nicht nur genug Feuerholz, sondern auch leckere Beeren. Am Rande dieses Wäldchens steht eine kleine, rot gestrichene Hütte, in der einst der Moorclan wohnte. Jetzt, wo dort niemand mehr wohnt, blättert die Farbe ab und es wird gemunkelt, dass diese Hütte von bösen Wesen heimgesucht wird. In den moorigen Gegenden muss man nämlich aufpassen, denn hier lauern grausame Gestalten wie etwa die Moorleichen oder Birkenhexen, die gar keine guten Gedanken haben.
Von Wiesen und Getreidefeldern streckt sich Südmemoria immer weiter, bis die Wiesen schließlich zur Savanne werden, an manchen Stellen sogar zu kleinen Wüstenteilen. Im oberen Teil der Ebene findet man noch genug Wasserstellen wie etwa kleine Bäche, aber etwas weiter südlicher wird das schwieriger. Trotzdem findet man auch in der Savanne Schatten unter den Affenbrotbäumen und etwas Wasser an einigen Oasen, die der Ebenenclan gerne als Lagerplatz für einige Zeit vorzieht.
Ein bisher unerforschter Ort ist eine alte Mühle im Norden der Insel. Sie scheint ebenso magisch zu sein wie viele andere Orte auf den memorianischen Inseln, denn nach einer Vollmondnacht findet man hier immer 6 Säcke frisch gemahlenes Korn. Niemand weiß, wer das Korn erntet, noch wer es mahlt.
Noch exotischer wird es ganz im Süden der Insel, den dort herrscht dichter Urwald. Die Früchte an den Bäumen verheißen ein Paradies, aber längst nicht alle sind essbar. Auch vor den wilden Tieren muss man sich in Acht nehmen, aber meistens bleiben sie auch unter sich. Mit Lianen schwingen sich die Kinder von Baum zu Baum und auch über den großen Fluss, der mitten durch den Urwald fließt. Sie leben hier in einer Baumhaussiedlung, geschützt vor den meisten Gefahren.

Der Hauptbestandteil dieser Insel sind Wald und Seen. Deshalb leben hier auch die gleichnamigen Clans. Die Wälder mischen sich oft, Nadelwälder und Laubwälder sind gleichsam vertreten. Dank der Einhörner gedeien sie besonders gut und bringen viele lecker Beeren und Früchte, aber auch eine Menge Wild hervor, die den Clans ein leichtes Leben bescheren. Wälder und Seen grenzen aneinander und wo man keinen See sieht, so ist doch ein kleiner Bach oder Fluss nicht weit entfernt. An einem von ihnen liegt auch die zweistöckige Hütte des Waldclans.

Die Seen hier sind riesig, am Größten liegen auch die drei Finnhütten des Seeclans. Hier fängt man den leckersten Fisch der memorianischen Inseln und das Wasser ist so klar, dass man es ohne Probleme trinken kann und an den meisten Stellen gar bis auf den Grund des Sees sehen kann. Im Sommer kann man wunderbar in ihnen baden und im Winter Schlittschuhfahren. Beides ist bei den Seekindern ein Muss.

Mit etwas Glück trifft man nachts auf einer Lichtung im Wald all die magischen Wesen an, die sich sonst eher bedeckt halten. Faune, Satyren, Zentauren, Geister, Einhörner und all die anderen finden sich auf dem Tanzplatz zusammen, werden jedoch ungern von den Kindern gestört. Es hat etwas Magisches und nicht jeder findet diesen Platz und nur einige wenige hatten bisher das Glück, den Wesen beim Tanz zuzusehen.
Die geheimnisvollste Inseln der fünf ist wohl Mittelmemoria, auf der einst die mächtige weiße Heilerin Jadis lebte. Jadis ist inzwischen nicht mehr, aber ihre Burg steht immer noch auf dem höchsten Berg Mittelmemorias und der magische Nebel liegt immer noch über der ganzen Insel, sodass man sich hier sehr leicht verirrt. Nur wenn ein Fest ansteht, lichtet sich der Nebel und die Kinder können die Burg unbeschadet betreten.
Sagen erzählen, dass es einen Saal in dieser Burg gibt, in der ein großer Spiegel steht durch den man in eine andere Welt gelangt. Doch bisher hat noch niemand den Spiegelsaal entdeckt.
Es gibt drei andere Inseln, auf denen auch früher schon einmal Kinder gelebt haben: Die Arktisinsel, die Zentaureninsel und die Ruinenstadt.
Auf der Arktisinsel ist es wundersamerweise das ganze Jahr über eisig kalt, wie am Nordpol. Es liegt überall Schnee und der Clan, der dort einmal gelebt hat, hauste damals in selbstgebauten Iglus.
Die Zentaureninsel ist inzwischen nur noch Heimat des größten Zentaurenclans von ganz Memoria und lebt dort in einem Zeltlager. Diese Insel könnte auch Klein-Memoria genannt werden, da sie alle Gegebenheiten der anderen Inseln zusammenfasst.
Die Ruinenstadt ist eine Stadt wie Atlantis, die bei einem Erdbeben aus dem Meer emporkam. Auch hier lebte einst ein Clan in den alten Häusern und Tempeln.
Seit die Baumbären sich auf den memorianischen Inseln angesiedelt haben, sind die 5 Hauptinseln nun auch durch Brücken verbunden, jede einzigartig. Dier vier Brücken von Nord- nach West- und Ostmemoria und von Süd- nach West- und Ostmemoria sind frei passierbar für alle Kinder, die anderen vier Brücken, die nach Mittelmemoria führen, werden jedoch von Zwergen bewacht, weil das Heiligtum der ehrwürdigen Jadis nicht ungefragt betreten werden darf. Man kann sie jedoch bestechen und so auf die Insel gelangen...